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von der wahrheit

gibt es eine absolute wahrheit? eine, die für alle zählt? eine wahrheit, bei der alle dahinter stehen können? schön wärs!

eine solche wahrheit gibt es sowenig wie eine welt, die sich nicht verändert. denn diese beiden dinge hängen zusammen. was heute noch wahr ist, kann morgen schon wieder falsch sein. alles verändert sich stetig.


wie sieht also eine ideale welt aus, in der es keine absolute wahrheit gibt? wie sieht der umgang zwischen den menschen und zwischen mensch und natur aus? welches sind ethische grundsätze? gibt es solche überhaupt? und wie sieht ein ideales politisches system aus in dieser welt?


der boden, auf dem eine solche ideale welt gedeihen soll, ist sicherlich die offenheit und das verständnis. es braucht eine innere arbeit, die die eigenen muster erkennt und aufdeckt. daraus entstehen offenheit für vielfalt. und auch offenheit für fehler und offenheit für widersprüche. denn diese gibt es immer wieder.


wenn wir einen fluss, der natürlicherweise mäandert, kontrollieren wollen, schaffen wir das für eine gewisse zeit. aber irgendwann tritt er über die ufer. unsere welt ist ein stetig mändernder fluss. um in dieser welt zu bestehen, müssen wir den fluss nicht kanalisieren, sondern ihm platz geben. platz für seine ganze vielfalt.


das politische system in einer solchen welt ist ganz klar die demokratie. die demokratie bildet diesen vielfältigen fluss ab - mit seinen schönheiten und seinen schwierigen seiten. mal sind diese die verlierer, mal die anderen. mal mäandert der fluss auf diese seite, mal auf die andere seite. voraussetzung ist auch hier die offenheit.


offenheit für die vielfalt in dieser welt. offenheit für diverse geschlechter, offenheit für verschiedene kulturen, offenheit für die ganze bandbreite des seins. offenheit für dich. offenheit für mich.


mögen wir fliessen wie ein fluss.




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