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entscheiden in freiheit

gefühle kommen und gehen. doch was machen wir, wenn ein gefühl kommt? wir versuchen, es loszuwerden. ein gefühl bringt unruhe in unseren organismus. und unruhe braucht ganz viel energie. und diese energie wollen wir nicht verbrauchen. daher muss das gefühl wieder weg.

gerald hüther spricht hier von kohärenz. kohärenz herrscht, wenn alles ruhig ist. wir sind zufrieden, alles ist gut. sobald es aber etwas schwieriger wird, herrscht inkohärenz. und unser hirn versucht wieder, koheränz herzustellen.


ich wandere also durch die stadt und sehe einen wagen, der feine gelatti verkauft. und hoppla, da kommt schon das gefühl. das gefühl, das mir sagt, dass diese gelatti sehr lecker ist. es ist das gefühl, das mir sagt, dass ich aber diese leckere gelatti nicht habe. es ist das gefühl von nicht-haben. und was macht also mein geist und körper? er entwickelt gier. die gier soll mich dazu bewegen, dieses eis zu kaufen. denn dann ist es weg, dieses doofe gefühl. und es herrscht wieder ruhe und zufriedenheit. was ist zu tun?


es kommt eigentlich nicht darauf an, WAS ich tue. es kommt eher darauf an, mit welcher bewusstheit ich es tue. wenn ich genau in dem moment des hochkommens des gefühls wahrnehme und registriere, was da abgeht, kann ich entscheiden, was zu tun ist. ich bin in der eintscheidungshoheit. ich kann das gefühl sein lassen mit dem wissen, dass es wieder verebbt. ich kann es aber auch befrieden, indem ich die gelatti kaufe. der unterschied zum nicht bewussten gelatti-kauf ist aber, dass ich mich entschieden habe, ohne vom gefühl versklavt zu werden.


und dann ist dieses eis einfach wunderbar. ein genuss.






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