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barfuss

der sommer ist da! es ist wieder zeit, barfuss zu gehen. ich mache einen kleinen spaziergang ums haus, 2 minuten, barfuss.


ich spüre, wie das holz der terasse kleine, fast nicht wahrnehmbare unebenheiten aufweist. als ich dann aufs kies gehe, sind die unebenheiten immens. meine füsse werden massiert.


im gras spüre ich die feuchtigkeit. ich spüre sie jedoch nicht nur an der fusssohle, sondern auch auf dem fussrücken. das gras reicht bis dahin. ab und zu verfängt sich ein halm zwischen meinen zehen. ebenfalls merke ich, im vergleich zu vorher, dass die schritte viel weicher sind. es ist beinahe ein bisschen ein einsinken.


jetzt wird es steil. ich nehme war, wie sich die waden und die achillessehne anspannt. als es wieder geradeaus geht, merke ich in den füssen, wie der hang nach rechts abfällt. die rechte seite meines körpers ist angespannter als die linke.


dann geht es wieder runter. da spannen sich die oberschenkel, etwas oberhalb der knie.


und zum schluss wieder auf dem kies. länger als vorher. es ist ein balancieren, nie stelle ich den fuss in seiner ganzen fläche auf den boden.


als ich wieder zurück bin, fühle ich mich geerdet. 2 minuten ganz bewusst - im hier und jetzt - was das ausmacht!





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