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schnell

ich muss auf den zug. ich bin spät dran. ich schiesse aus dem haus, hechte die treppen herunter.


oh nein, noch etwas vergessen. treppen hoch, ins haus, wieder aus dem haus, treppen runter. schnell!


ich schwinge mich auf das fahrrad und radle los. während der eiligen fahrt merke ich, dass ich noch etwas vergessen habe: meine handschuhe. die hände werden klamm und steif.


der stress fühlt sich an, als ob kochendes wasser durch meinen körper sprudelt. ich spüre meinen schnellen atem. meinen ganzen körper, der angespannt ist. ich bleibe mit meiner wahrnehmung beim körper, beim atem. der zu erreichende zug gerät aus dem fokus.


atem. bewegung. schmerz in den händen.


und plötzlich kommt freude auf. zuerst ganz leise und fein. doch dann immer stärker. das stressgefühl hat dem gefühl der freude platz gemacht. die freude, hier und jetzt zu sein. in bewegung mit allem.


ich komme am bahnhof an. ein gefühl von leichtigkeit umgibt mich.


der zug fährt ein.




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