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frieden

ich bin müde nach einem strengen tag. die kinder sind im bett, aber die küche noch nicht aufgeräumt. noch schnell alles in die abwaschmaschine räumen. denkste! sie ist beladen mit sauberem geschirr.


ich merke, wie leise verzweiflung hoch kommt, das sich in ärger manifestiert. meine laune ist schlecht.


ich räume die abwaschmaschine aus. es kommen destruktive gedanken hoch. wie z.b. meinungen, dass man doch so eine abwaschmaschine nicht einräumt. oder dass ich jetzt am abend doch nicht noch den lärm des saugers in meinen ohren haben möchte, den meine frau durch die wohnküche schiebt.


ich lasse die gedanken nicht worte werden. stattdessen betrachte ich meine gefühle. wie es sich anfühlt, wenn ich müde und ungeduldig bin. ich merke, wie sich da stetig etwas verändert. etwas verschindet, etwas kommt neu hinzu. gleichzeitig sind da geräusche, gerüche, eindrücke.


alles ist da. alles ist in bewegung. und ich habe jetzt - in diesem moment - die möglichkeit, es so sein zu lassen, wie es ist. auch wenn ich es gerne anders hätte. das ist mein heutiger beitrag zum frieden.




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